Gorki - 1'694 Artikel gefunden
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wie lang geht das stück "mefisto forever"? (gorki theater berlin)?
Hallo, das Stück dauert ca. 3 Stunden.
Nachzulesen hier: http://www.gorki.de/portal/spielplan_det ail.php?
Nachzulesen hier: http://www.gorki.de/portal/spielplan_det ail.php?
Hat Maxim Gorki doch Recht (siehe Details)?
"Nach manchen Gesprächen mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen."
// Danke für die Antworten. Bitte abstimmen.
Ja, da hatte er wohl recht, der Gorki. (wo hast Du das denn gelesen? Ich habe leider nur Gorkis "Meine Kindheit") Aber wir kennen ja auch nicht alle seine damaligen Gesprächspartner, also ist das relativ zu sehen. Ich ziehe hier im YC sogar
Gorki - Lieve Kleine Piranha
Upload mp3s @ www.mp32tube.com Gorki -Lieve kleine piranha
11.01.2010: Abstieg in den Wohlstand (Tageszeitung Neues Deutschland)
Draußen schneit es. Drinnen auch. Wenn das nicht Realismus ist. Da stehen sie dann frierend mit ihrem Transparent »Willkommen« im Schneetreiben. Sie warten, die Gier in ihnen schwächelt, lässt diese Elendstruppe der Kleinstadthonoratioren fast menschlich wirken. So sieht Niedergang aus.
Und auf dem Videoband kurz unter der Decke des Zuschauerraums weht der Schnee. So dick kann man sich gar nicht anziehen, wie man hier friert. Das Frieren ist so zur zweiten Natur der Bewohner geworden, dass sie damit nicht einmal aufhören würden, wenn jetzt tropische Hitze hereinbräche. Was hereinbricht, ist das Geld. Das ganz große Geld in Gestalt von Claire, der alten Dame, die diese Stadt vor fünfundvierzig Jahren verlassen hat, unter so unerfreulichen Bedingungen, dass sie sich dafür heute Rache kaufen will, die sie Gerechtigkeit nennt.
Friedrich Dürrenmatts »Besuch der alten Dame« – Premiere war vor über fünfzig Jahren – spielte auf Geschehnisse in einer Schweizer Kleinstadt um 1910 an, löst beim heutigen Zuschauer normalerweise immer so etwas wie Rührung über die Grandiosität eines leider doch unübersehbar in die Jahre gekommenen Stückes aus. Claire Zachanssian, die mit Armenian-Oil zur Multimillionärin geworden ist, Alfred Ill, ein biederer Kleinstädter, ein Dableiber, sieht sich plötzlich mit seiner tatsächlichen Schuld konfrontiert, die hier jedoch nur purer Vorwand ist für neue Lügen. Und schließlich Güllen, Inbegriff der Provinz, doch nicht mehr so freundlich-kauzig wie Gottfried Kellers Seldwyla, sondern eine Mördergrube, die sich selbst als Inbegriff der Moralität feiert. Wir sahen bereits große alte Schauspieler in den beiden Hauptrollen: unter Thomas Langhoff am DT Inge Keller und Kurt Böwe, Christine Schorn am Hans-Otto-Theater in Potsdam ...
Doch hier hat Armin Petras das Stück stark bearbeitet, den Grundkonflikt erhalten, aber fast neunzig Prozent des Textes sind nun von ihm. Das macht den Abend, eine Co-Produktion mit dem Staatsschauspiel Dresden, so gegenwärtig. Er bekommt in seiner Regie nun etwas unerwartet Physisches, wirkt streng durchchoreografiert bis in die letzte Nuance. Ist man am Anfang noch etwas verstimmt, weil Petras sich notorisch scheut, ältere Schauspieler zu besetzen (was wäre Ursula Werner für eine Claire!), so ist man dann doch schnell versöhnt. Denn in Petras' Bearbeitung geht es nicht um eine weit zurückliegende Schuld und die Frage, ob und wie diese zu sühnen sei. Petras setzt die lügenhafte Maskerade des Auftritts der Frau Claire, die hier wie Alfred Ill nur noch einen Vornamen hat – zeitgemäß jovial, doch unvermindert eisig – als längst bekannt voraus. Ihm geht es nicht um die Aufdeckung des Charakters der Bürger der Stadt Güllen, die auch keinen Namen mehr hat – die Gegend ist bezeichnet dadurch, dass hier nur von der Zeit vor und nach dem »freundlichen Umschwung« die Rede ist.
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